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Alten Schaft restaurieren
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malamute
Neuling **


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Anmeldedatum: 15.08.2015
Beiträge: 13
BeitragVerfasst am: So März 03, 2019 9:34 am Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich habe meinen alten Preller aus meiner Kindheit (leider ist das schon 40 Jahre her) wieder enteckt und möchte ihn nun vorerst mal optisch sanieren. Schießen tut das Ding ganz passabel, das hat mich eigentlich überrascht.
Die Metallteile waren nur ein geringgradig von Flugrost befallen, den habe ich mit feiner Stahlwolle und Ballistol enfernt. Darunter hat aber die Brünierung gelitten, daher ist der Lauf jetzt bräunlich statt schwarz und ich hoffe, das mit Kaltbrünieren wieder hinzubekommen.Ein Brünierset von Ballistol hab ich schon bestellt.
Aktuell kümmere ich mich um den Schaft. Er hatte einige kleine Kerben und Kratzer war lackiert aber mit 2 x abbeizen und anschließendem Schleifen mit 120/240 und 400er Papier ist er nun wieder schön und glatt aber noch nicht ganz einheitlich gefärbt. Das sind offenbar Reste der alten Beize, ganz blass aber trotzdem zu sehen (hätte gern ein Bild eingefügt, was aber lt. FAQ nicht direkt möglich ist, ich schick es euch aber gern zu)
Ich würde ihn gern ähnlich wie das Original war haben, also dunkelbraun, allerdings geölt und nicht lackiert und in jedem Fall schön glatt. Wie geh ich das am besten an? Ich habe auch hier im Forum über das Beizen gelesen, macht das Sinn und müsste ich dann wieder Klarlack drübergeben um einen ganz glattes Finish zu bekommen? Wenn ölen, dann wie und womit?
Danke für eure Tipps!

LG Michael
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pelletcaster
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Anmeldedatum: 21.08.2012
Beiträge: 2283
Wohnort: A-9063 MARIA SAAL
BeitragVerfasst am: So März 03, 2019 3:40 pm Antworten mit Zitat

Servus,

so was ist immer ein schönes Projekt.

Du könntest den Schaft jetzt mit Essigwasser abwaschen.
Das stellt die kleinen Granen/Fasern auf, die Du dann wenn der Schaft wieder trocken ist, mit 000-er Stahlwolle vorsichtig abziehen kannst. Das solltest Du ein paarmal wiederholen, der Schaft wird dann glatt wie Babypopo.

Dann beizen mit Wasserbeize. Wie oft entscheidet Dein Farbwunsch.
Zwischen den einzelnen Gängen trocknen lassen.
Evtl. nochmals mit Stahlwolle abziehen.

Dann ölen mit Schaftöl (gibt es in verschiedenen Tönungen), bis das Holz gesättigt ist und nichts mehr aufnimmt.
Auch hier zwischen den einzelnen Gängen trocknen lassen und schon jeweils mit sauberem Lappen polieren.
Evtl. nochmals mit Stahlwolle abziehen.

Wenn der Schaft dann fertig ist, nehm ich für die laufende Pflege nur mehr einen Lappen befeuchtet mit Ballistolöl pur. Das reicht dann. Je nach Beanspruchung / Raumtemperatur / Austrocknung, anfangs vielleicht einmal pro Monat, später seltener.


Hier meine HW35, wo ich das alles 2013 gemacht hab.
Du siehst den abgeschliffenen Schaft und dann den fertig geölten. Zum Beizen gab es Buche mittel.
http://abload.de/gallery.php?key=kSrH9awN


Ach ja - hier noch mein KK, wo ich auch den Schaft saniert hab.
https://www.airgun-austria.com/t2367-schaftrestaurierung_voere_22lfb_bzw_ca_1971.html?highlight=voere

Erfolgreiches Arbeiten!
Herzlich - Andreas
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malamute
Neuling **


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Anmeldedatum: 15.08.2015
Beiträge: 13
BeitragVerfasst am: So März 03, 2019 9:16 pm Antworten mit Zitat

Hallo Andreas,

Super, danke, das werd ich versuchen. Mein Schaft ist leide noch nicht so blank sprich einheitlich hell wie der rohe Schaft deiner HW35. Ich bin daher unschlüssig, ob ich ihn nicht auch blank schleifen sollte, damit er danach nicht fleckig wird.
Jedenfalls werde ich nachher mit Essigwasser, 000er Wolle und Beize weitermachen...und hier berichten.

Danke & LG
Michael
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Forenking





Verfasst am: So März 03, 2019 9:16 pm



pelletcaster
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Anmeldedatum: 21.08.2012
Beiträge: 2283
Wohnort: A-9063 MARIA SAAL
BeitragVerfasst am: So März 03, 2019 10:53 pm Antworten mit Zitat

Dass das Holz einheitlich jungfräulich wird, kannst eh ausschlissen und das wäre auch ziemlich langweilig.
Du hast wahrscheinlich einen Buchenschaft, aber egal welches Holz - es wird eine neue Beize / Ölung immer unterschiedlich intensiv aufnehmen und das macht ja auch den eigentlichen Reiz aus.

Zu viel Schleiferei bringt nichts, weil wenn die Beize richtig eingezogen ist, hast Du wenn's Holz hell wird, wahrscheinlich keinen Schaft mehr.

Ich hab irgendwo gelesen, man kann eventuell - abhängig von der Art der Beize - bleichen.
Eine Chlorlösung böte sich da an. Ein stark chlorhaltiger Haushaltsreiniger z.B.

Eine andere Variante wäre evtl. eine basische Lösung.
Natron / Backsoda / Backpulver in Wasser auflösen.

Das natürlichste Bleichmittel ist allerdings - Sonnenschein!
Je mehr UV, desto besser.
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2TaktSigi
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Anmeldedatum: 24.10.2012
Beiträge: 425
Wohnort: Südsteiermark
BeitragVerfasst am: Mo März 04, 2019 7:04 pm Antworten mit Zitat

Ja wenn man wo Kernöl draufkriegt ists mit Sonne gleich weg, das Beste dafür.

G
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Senemut
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Anmeldedatum: 08.02.2019
Beiträge: 4
Wohnort: Feldkirch
BeitragVerfasst am: Mi März 06, 2019 4:44 pm Antworten mit Zitat

Servus

Mach dir bezüglich der paar Flecken keine zu großen Gedanken.
Einer 40 Jahren alten Waffe darf man ruhig ansehen, daß diese nicht neu ist.
Gerade das unregelmäßige macht sie reizvoll und interessant.

Grundsätzlich ist es sehr schwer, ein Holz das einmal gebeizt und lackiert war, wieder in den Urzustand zu bringen.
Ich gehe davon aus, dass dies ein Buchenholzschaft ist, der auf Nuss gebeizt wurde.

Da die Beize unterschiedlich tief ins Holz eindringt, wirst du nach dem abschleifen immer dunkle Flecken haben.
Diese kannst du nur mit abtragen entfernen.
Schleifst du jedoch nur die Stellen die dunkel sind, wirst du eine Buckelpiste erhalten.
Schleifst du den kompletten Schaft, was richtig ist, wird dieser natürlich immer weniger und dünner.

Bleichen geht am besten mit einer Mischung aus Salmiak und Wasserstoffperoxid.
Dies sollte aber nur von geschulten Personen durchgeführt werden (Tischler, Maler).
Alternativ gibt es auch andere Mittel zum bleichen, die jedoch nicht die gleich starke Wirkung haben.
Aber auch mit bleichen werden die Flecken nicht ganz verschwinden.
Du musst ja den kompletten Schaft bleichen, denn nur die dunklen Stellen zu bleichen ergäbe ein fatales Ergebnis.
Also wirst du nach dem bleichen einen hellen Schaft mit einigen nicht ganz so dunklen Flecken haben.

Ich würde den kompletten Schaft nochmals mit 120er Papier schleifen bis die Flecken fast weg sind.
Den Feinschliff mit 180er Papier und dann wässern.
Nach dem trocknen mit 220er Papier die aufgestellten Fasern schleifen.
Bei Bedarf ein zweites mal wässern.
Ich bin kein Freund von zu glatten Oberflächen, da bei diesen die Beize nicht tief ins Holz eindringen kann.

Anschließend gut entstauben und den Schaft richtig satt mit Beize einstreichen.
Nach ein paar Minuten die überschüssige Beize mit einem Baumwolltuch abwischen und gut trocknen lassen.

Ob du dann den Schaft dann lackierst oder mit Schaftöl veredelst ist Ansichtssache.

Die wirklich feine Oberfläche machst du dann nach dem lackieren oder ölen.
Nach dem ersten Auftrag wird mit Korn 280 zwischen geschliffen und dann nochmals lackiert oder geölt. Dies ergibt eine super glatte Oberfläche.

Solltest du dich für Lack entscheiden, nimm einen Lack auf Lösungsmittelbasis.
Dieser verstärkt die Maserung vom Holz nochmals.

Natürlich sind Acryllacke angenehm zu verarbeiten. Sie riechen angenehm und nach getaner Arbeit kann man alles mit Wasser waschen. Allerdings ergibt Acryl Lack so einen milchigen Film auf dem Holz, was mir persönlich gar nicht gefällt.

Die Behandlung mit Schaftöl verstärkt die Maserung auch sehr gut und lässt die harten Jahresringe so richtig gut zur Geltung kommen, ist allerdings pflege aufwändiger als Lack.

Nun wünsche ich dir noch viel Erfolg mit deiner Restauration und halte uns bitte auf dem laufenden.

Gruss Thomas
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Forenking





Verfasst am: Mi März 06, 2019 4:44 pm



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