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Luftgewehr im offiziellen Gesetzestext?
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    AIRGUN FORUM AUSTRIA Foren-Übersicht » Waffenrecht Österreich/EU
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AnyNameWillDo
Meisterschütze *****


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Anmeldedatum: 09.08.2017
Beiträge: 101
BeitragVerfasst am: Sa Aug 11, 2018 9:08 pm Antworten mit Zitat

Hey, Ich hab mal ne frage speziell zu Luftgewehren und der Verankerung im Gesetzestext.

*) Irgendwie ist es ja allgemein bekannt und immer wieder zu finden, dass LG in Österreich ab 18 frei verkäuflich sind. Und bis 6.5mm auch Registierungsfrei.

*) Zweite Sache, auch dass man auf privatem Grund mit dem LG schießen darf wenn man gewährleisten kann dass kein Projektil direkt das Grundstück verlässt oder irgendwie so...

ABER, wo genau ist da was dazu im wirklichen Gesetzestext zu finden?
Weder hier im Forum noch bei meiner Google Recherche habe ich irgendwas speziell zu LG gefunden. Auch Punkt 2 konnte ich nirgends offiziell verifizieren.

Könnte mir da mal jemand weiterhelfen?

Danke,
Daniel
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pelletcaster
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Anmeldedatum: 21.08.2012
Beiträge: 2244
Wohnort: A-9063 MARIA SAAL
BeitragVerfasst am: So Aug 12, 2018 7:59 am Antworten mit Zitat

AnyNameWillDo hat Folgendes geschrieben:
Hey, Ich hab mal ne frage speziell zu Luftgewehren und der Verankerung im Gesetzestext.

*) Irgendwie ist es ja allgemein bekannt und immer wieder zu finden, dass LG in Österreich ab 18 frei verkäuflich sind. Und bis 6.5mm auch Registierungsfrei.
unter 18 geht kaum was, siehe § 11.
Weniger als 6,0 (!) mm - § 45. (3)


*) Zweite Sache, auch dass man auf privatem Grund mit dem LG schießen darf wenn man gewährleisten kann dass kein Projektil direkt das Grundstück verlässt oder irgendwie so...
Die Auslegung geht nach "...eingefriedeten Liegenschaften mit Zustimmung des zu ihrer Benützung Berechtigten...", was immer das auch heißen mag. Theoretisch wäre ja schon ein Absperrband im Wald eine Einfriedung (https://de.wikipedia.org/wiki/Einfriedung), aber ICH möchte das nicht ausjudizieren.


ABER, wo genau ist da was dazu im wirklichen Gesetzestext zu finden?
Weder hier im Forum noch bei meiner Google Recherche habe ich irgendwas speziell zu LG gefunden. Auch Punkt 2 konnte ich nirgends offiziell verifizieren.
Da hast Du Recht, wie so oft nix Genaues nicht, aber mWn ist das die allgemeine Rechtsauslegung.

Könnte mir da mal jemand weiterhelfen?
Ich hoffe auch, dass da noch was kommt - von Berufeneren.


Hier ein Link zum aktuellen Gesetz:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10006016&ShowPrintPreview=True



Danke,
Daniel

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AnyNameWillDo
Meisterschütze *****


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Anmeldedatum: 09.08.2017
Beiträge: 101
BeitragVerfasst am: So Aug 12, 2018 11:15 am Antworten mit Zitat

Danke mal für die Antworten soweit.

Woher hast du den Text zur 2. Frage mit der Einfriedung? Welcher § ist das?
Ich finde dazu nur §7 im Bezug auf das Führen von Waffen nicht aber wenn man sie wirklich benutzt - darum geht es mir aber Grundsätzlich, wo ich das LG wirklich Rechtssicher außerhalb von einem Schießstand benutzen kann.

Aber Spannende Sache, was ich abseits dazu gefunden habe, das wird dieser Text auch genannt, im Bezug auf Entscheidungen:

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Uvs/JUT_BU_19961125_050_01_96001_96_00/JUT_BU_19961125_050_01_96001_96_00.html

https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Vwgh&Dokumentnummer=JWT_2008030099_20091029X00

Sagen etwas soviel aus, Fall#1 was die Einfriedung ist "Das Gesetz geht daher von Einfriedungen wie Zäunen, Drahtgittern und Hecken aus", die Berufung is durchgangen und der Schütze hat Recht bekommen.

Fall#2 Da hat jemand mit ner Pistole auf nen Baum geschossen auf Privatgrundstück, aber das Outcome verstehe ich nicht ganz ob der jez bestraft worden ist oder nicht? 0o

Aber den wirklichen Gesetzestext dass man jetzt (sogar richtige Schusswaffen?) auf Privatgrund benutzen darf habe ich noch immer nicht. Aber es muss ihn geben, denn beide Fälle beziehen sich darauf, nennen aber nicht wirklich den § wo das stehen soll?
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pelletcaster
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Anmeldedatum: 21.08.2012
Beiträge: 2244
Wohnort: A-9063 MARIA SAAL
BeitragVerfasst am: So Aug 12, 2018 1:39 pm Antworten mit Zitat

No schau!

Jetzt weißt Du aber schon mehr als ich und dabei hab ich mich bemüht. Wink

Meine bescheidene Meinung (bin kein Jurist):

Fall 1: der Berufung wurde statt gegeben:
"...Daraus ergibt sich, daß die Verwaltungsstrafbehörde I. Instanz (BH) im vorliegenden Fall unzuständiger weise eingeschritten ist, weil das unbefugte Führen von Faustfeuerwaffen gemäß § 36 Abs 1 Z 1 Waffengesetz ein gerichtlich strafbares Delikt darstellt, dessen Ahndung gemäß § 37 Abs 1 Einleitungssatz Waffengesetz nicht der Verwaltungsstrafbehörde überlassen ist.

Da somit das dem Berufungswerber vorgeworfene Delikt keine Verwaltungsübertretung darstellt, war das Verfahren einzustellen".


Offensichtlich hatte sich hier die Bezirkshauptmannschaft Oberwart angemaßt, erste Instanz zu sein und ein Urteil gefällt.

Dass das ganze Verfahren dann auch noch eingestellt wurde, dürfte wohl darauf fußen, dass sich die Juristerei da nicht noch mehr blamieren wollte. Möglicherweise auch aufgrund der Nicht-Definition einer "Einfriedung" im Gesetz.
Die Anführung "Das Gesetz geht daher von Einfriedungen wie Zäunen, Drahtgittern und Hecken aus" ist sicherlich nur eine Auslegungssache und im Gesetz - wie wir feststellen dürfen - nicht klar niedergeschrieben.

Erwähnt ist aber ein weiterer Punkt - nämlich § 36 Abs 1 Z 1 Waffengesetz - und der lautet:
§ 36.
(1) Der Europäische Feuerwaffenpass berechtigt Menschen mit Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union zur Mitnahme der darin eingetragenen Schußwaffen in andere Mitgliedstaaten nach Maßgabe des die Richtlinie des Rates vom 18. Juni 1991 über die Kontrolle des Erwerbes und des Besitzes von Waffen (91/477/EWG) jeweils umsetzenden nationalen Rechtes.


Möglicherweise war also der gute Mann ein EU-Ausländer mit (korrektem) EFWP.

Höchst pikant ist ja auch der erwähnte Aufenthaltsort:
"...derzeit im Gerichtlichen Gefangenenhaus Wr Neustadt...".


Fall 2:
"Spruch: Die Beschwerde wird als unbegründet abgewiesen."
Die WBK wurde eingezogen.

Höchst interessant, dass auch hier nur von "nicht eingefriedet und für jedermann/allgemein zugänglich" gesprochen wird. Auch hier keine Definition, was das "eingefriedet" genau sein soll.
Dazu passt auch "...ohne einen Sicherungsposten aufzustellen...".

Meine bescheidene Meinung: hätte er (die Zustimmung des Geländeverfügungsberechtigten vorausgesetzt) also Sicherungsposten aufgestellt, evtl. noch ein paar Warnbänder u/o Hinweistafeln hingestellt, hätte er die WBK wohl noch.
Ausprobieren/-judizieren möchte ICH das aber nicht. Wink


Das Ganze ist eine einzige Schlangengrube, trotz aller Gesetze vollkommen unklar geregelt und damit angeblich objektiven Gerichten, allerdings mit (verständlicherweise) subjektiv urteilenden Richtern überlassen. Von den Ermittlungsorganen im Vorfeld ganz zu schweigen.

Wir haben in meiner Jugend (in den 60-ern, Anfang 70-ern) auf Privatgrundstücken mit Feuerwaffen genug geballert. War allerdings etwas abgelegen. Kein Mensch hat was dabei gefunden. Aber die Zeiten ändern sich. Vor allem die Befindlichkeiten von Mitbürgern.

Was LG-Schießen anbelangt, wird das - denke ich - von den Behörden nicht so krass gesehen.
Einfriedung OK, kein Schießen während Ruhezeiten, Einvernehmen/halbwegs gutes Verhältnis zu Nachbarn OK, Kugelfang OK - somit sollte es keine Probleme geben.

Allerdings: starke PCP sind kaum weniger laut als ein KK und damit beginnt so mancher Ärger.
Nicht zu vernachlässigen: der Lärm vom Kugelfang. Der ist oft lauter als der Schuss selber.


Fazit: ICH/wir werden diesen gordischen Knoten nicht lösen.


Herzlich - Andreas
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Forenking





Verfasst am: So Aug 12, 2018 1:39 pm



AnyNameWillDo
Meisterschütze *****


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Anmeldedatum: 09.08.2017
Beiträge: 101
BeitragVerfasst am: So Aug 12, 2018 2:56 pm Antworten mit Zitat

Ja das habe ich auch nicht angenommen.

Ich wollte auch nur etwas Klarheit mit etwas gesetzlichen Hintergrund zur Benutzung von LG auf Privatgrundstücken.
Wie du schon sagst da is viel Auslegungssache dabei. Aber ich denke das ist mir jetzt etwas verständlicher.

Thx Smile
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2TaktSigi
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Beiträge: 392
Wohnort: Südsteiermark
BeitragVerfasst am: Mo Aug 13, 2018 12:04 pm Antworten mit Zitat

Im Fall 2 haben sie sich ziemlich auf das aufstellen von Sicherheitsorganen versteift, da denk ich mir, wo stellt man denn die auf wenn man so schiesst.
Vorne links u rechts??
Die hätten immer irgendeinen Grund gefunden die WBK abzunehmen, da bin ich sicher.
G
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AnyNameWillDo
Meisterschütze *****


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Anmeldedatum: 09.08.2017
Beiträge: 101
BeitragVerfasst am: Mo Aug 13, 2018 12:22 pm Antworten mit Zitat

Ich denke auch ein Problem an sich war halt auch dass das dort anscheinend eine freie Fläche war.

Ich bild mir ein mal gelesen zu haben zwar im Bezug auf Luftgewehre, dass man gewährleisten muss dass kein Projektil das Grundstück verlassen kann - aka Mauer.
Finde aber den Artikel nicht mehr.

Zugegeben irgendwo aufn Feld auf nen Baum zu schießen ist schon etwas grenzwertig. Kommt halt drauf an wo das ganze war und wie es dort aussieht Geländemäßig, das kommt da nicht leider hervor.
In meiner ursprungs-Ortschaft gibt es zB im Wald genügend Feld Grundstücke/Weingärten wenn man so will welche in einer Sandgrube/Berg enden. So sieht auch die Schießstätte aus wo ich bin halt nur größer.
Bei sowas würde ich absolut kein Problem sehen, wenn du nur in den Berg dahinter schießen kannst...

Aber ja du brauchst halt immer irgendwen der das ganze auch mal anzeigt und da gibts leider zuviele Deppen heutzutage.

Darum auch mein Interesse auf der sicheren Seite zu sein wenn ich mal bei meinen Eltern bin und im Garten mitn Dad ein Paar Scheiben vernichte Smile
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Forenking





Verfasst am: Mo Aug 13, 2018 12:22 pm



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