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ISSC-SPA .22LR
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Lumberjack
Neuling **


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Anmeldedatum: 28.11.2015
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Wohnort: 2380 Perchtoldsdorf
BeitragVerfasst am: So Nov 29, 2015 12:24 pm Antworten mit Zitat

...weil denn der gute PelletCaster so grantig und ungeduldig ist - hier mal ein Anfang.......

Zur Vorgeschichte:
Im August 2015 hab ich mich entschlossen zu meinen GK-Langwaffen auch ein KK-Gewehr anzuschaffen, einfach um kostengünstig zu trainieren.
Daher eine Savage Mark-II TR bestellt (und bezahlt).
Im September ists dann passiert - ich habe bei der Tombola eines Longrange Bewerbes diese ISSC-SPA in .22 LR gewonnen........
http://www.issc.at/produkt/spa-1722-standard-black/
Hier sind auch die technischen Daten zu lesen.

Da die Savage doch noch ein wenig auf sich warten ließ (inzwischen ist sie da...) hab ich mal mit der SPA angefangen meine ersten KK-Erfahrungen zu sammeln.
Hier sind sie Smile

Zielfernrohr:

Zu Allererst braucht man natürlich ein ZF, tunlichst eines aus dem vorhandenen Fundus, bis man mal weiß ob die Kanone auch geradeaus schießt, und wenn das zufriedenstellend ausgefallen ist, dann sucht man sich das wirklich passende für den angedachten Anwendungsfall.

Also vom HA das Redfield Battlezone 6-18x44 AO runtergenommen und mittels der (vorhandenen) Weaver-Basen auf der SPA montiert.
https://www.redfield.com/_media/downloads/Battlezone_6-18x44mm.pdf

Munition:

Aus gemachten Erfahrungen weiß man ja, daß jede Gun mit einer ganz bestimmten Muni ganz besonders gut schießt.
Also diverse Preislisten und Angebote durchforsten und erst mal von der angebotenen Vielfalt in diesem Kaliber erschlagen werden.
Also eingrenzen auf die Sorten, die in meiner Umgebung gut verfügbar sind - Dennoch ist ein unglaublicher Bauchladen zusammengekommen.....

Endlich auf die Range:

Wir haben in Matzendorf-Hölles einen 100 m Langwaffenstand, wo es auf 50 m einen KK-Schußkasten für unsere Benchrester gibt.
Und wenn man weiß, wann diese Kollegen nicht da sind (Tage und Uhrzeiten), kann man nach Herzenslust so Sachen wie Gewehr+Muni Tests abführen, ohne jemanden bei seinem gewohnten Ablauf zu stören.....

Also, weißes A4 mit 5 schwarzen 19 mm Schußpflastern raufgetackert und angefangen.
Zielfernrohr einrichten
ÖHA !!
Der Verschluß geht ja konstruktionsbedingt nicht raus - Boresighting ist also nicht.
Na gut, ZF auf Mitte eingestellt und mal draufgehalten, Schuß war auf der Scheibe, allerdings wirklich tief.....
Das ZF hat ein MOA-Absehen in der 2.BE welches bei 18x tatsächlich stimmt, und 1/4 MOA clicks.
Nachdrehen und noch bissl fein abstimmen und die Löcher waren dort wo sie sein sollten.

Jetzt den Bauchladen der Muni aufgemacht und mal schauen, was von dem Zeugs wie und wohin schießt.
Die Liste will ich Euch ersparen - rausgekommen ist folgendes:
mit RWS Rifle Match (€ 9,90/100) sind auf 50 m 5 Schuß auf ein wenig mehr als Kaliberdurchmesser machbar Smile
nicht viel schlechter :
die RWS Target Rifle (€ 9,60/100) und - schau schau -
die stinknormalen CCI Standard ( 7,20/100) und
die Remington Target LRN (€ 5,70/100 !!!)

Na, dann ab auf 100 m
Au weh, der Verstellbereich des ZF reicht für die langsamen .22er nicht aus - die erforderlichen 38 Clicks waren einfach nicht mehr drin.
Eingepackt, heimgefahren.
Woher jetzt eine geneigte Schiene von 11mm auf Picatinny hernehmen ??
Die Erlösung nahte in der Person des Zoltan (herzlichen Dank !!), der eine rumliegen hatte.
Also drauf mit dem Ding und probieren - tadellos gehen die 100 m, reichlich Clicks zur Verfügung.
http://abload.de/img/issc-spa-22_cropilp0s.jpg

Da wars aber leider schon so kalt, daß keine aussagekräftigen Ergebnisse mehr rauskamen - die werd ich aber sicher nachreichen.
Ähnliches gilt für High Velocity - die hab ich zwar angetestet, aber wegen der nachstehenden Probleme vorrst nicht weiter untersucht.

Macken:

bei den paar probierten HV-Patronen (nicht bei den normalen Blei-Rundkopf) hatte ich Repetierprobleme.
Heißt, das Auswerfen der abgeschossenen Hülse funktioniert in ALLEN Fällen problemlos.
Bei den HV (die sind fast alle HollowPoint Copperplated) hat die Zufuhr in mindestens 20% der Fälle nicht funktioniert, da der Verschluß beim Schließen blockiert hat.

Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, daß es eindeutig am Magazin liegt, denn die Patronen stehen nur zu etwa 2/3 über die Magazinlippe hinaus und wenns dann kein schön gefettetes Blei-Rundkopferl ist, rammt man das Ding in eben diese hinein. Und das Rauspfriemeln dieser Patrone aus dem Magazin ist auch was für seehhr geduldige Leute. Und wenn man grad einen gezeiteten Bewerb schiessen sollte, reißt sowas geradezu zu Begeisterungsstürmen hin.....
http://abload.de/img/isscbullet-crashivpn7.jpg

Die Ursache dürfte wohl konstruktionsbedingt sein, denn die Waffe wird ja in 3 Kalibern angeboten (.22 LR, .22 Magnum und .17 HMR), das Magazin ist jedoch von den Außenmaßen immer dasselbe, nur pro Kaliber halt ein anderer Follower.

Soll heißen, daß diese Probleme bei den anderen Kalibern nicht notwendigerweise auch auftreten müssen.......
Oder ich hab halt einfach ein hiniches Magazin bekommen (Ersatz ist schon geordert, denn ein zweites braucht man ja sowieso....)

Bottom Line:

+ Ein sehr feines, leichtes Gewehr mit einer hervorragenden Eigenpräzision, die meine Kollegen mit ihren CZ-455 Thumbhole/Evolution schon ziemlich alt aussehen läßt Smile)
+ Mit der richtigen (BILLIGEN) Muni und einem gut geschmierten Verschluß (flunatec) ein absolut empfehlenswertes Paket
+ Der Verschluß ist zwar kein "echter" Biathlonverschluß, aber was er tun soll, nämlich beim Repetieren problemlos im Ziel bleiben zu können, das tut er hervorragend.
- die noch nicht endgültig geklärte Magazin/Repetierproblematik
- um den Lauf gemäß Bedienerhandbuch ordnungsgemäß vom Patronenlager zur Laufmündung hin zu reinigen, muß man ausschäften !!!!!
(das relativiert sich allerdings nach Aussage meines Büchsenmachers, der meinte "...a geh, bei einer .22 kannst problemlos auch von vorne reinfahren - hat ja ned wirklich a Patronenlager...")
- der Abzug ist mir mit 1.800 g doch ein wenig zu "widerstandsfähig". Nachdem sich das Gwehrl wegen seines geringen Gewichtes auch für Silhouette Small Bore Light eignen würde und dort ein minimales Abzugsgewicht von 907 g (2 lbs) vorgeschrieben ist, hätt ich gern einen 1.000 g Abzug - na ja , vielleicht findt sich ja wer, der das kann Smile))

Offen but to come:
Schußbilder 50/100m mit Standard/HV Muni
und natürlich der Vergleich mit der Savage, die zwar schon da ist, aber die nötige vorgeneigte Schiene kummt erst im Jänner........
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pelletcaster
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BeitragVerfasst am: So Nov 29, 2015 1:54 pm Antworten mit Zitat

Servus Lumberjack,

ja das ist ein konstruktiver Beitrag (der mich mit Dir versöhnt) und ich hoffe, er gefällt nicht nur mir.

Dazu folgende Fragen, zu denen ich schon die verschiedensten/konträrsten Aussagen gelesen habe:

Wie hältst Du es mit dem Lauf einbleien?
Wie hältst Du es mit dem Lauf reinigen (Material u. Technik, Frequenz)?
Ziehst Du den Lauf zwischen den Munitionswechseln durch?

Danke im Vorhinein für Deine Antworten als Praktiker.

Herzlich - Andreas
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Lumberjack
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BeitragVerfasst am: So Nov 29, 2015 5:43 pm Antworten mit Zitat

Was soll ich sagen....

Putzen, Lauf glattschießen, alle paar Schuß oder bei Munwechsel durchziehen fällt für mich unter "Religion" wenn nicht sogar unter "Voodoo".

Ich bin ein User, kein Putzer.
Für mich sind alle Guns Gebrauchsgegenstände - ob SSG, Sturmgewehr, Pistolen, Revolver oder Steinschleudern.
Wenns dreckig werden, werdens abgeputzt.
Wenn auf der Mündungsbremse vom SSG Grünspan auftritt, wird er abgeputzt.
Läufe reinigen passiert jetzt, wos kalt ist und die Kanonen doch eine Weile stehen.
Bestenfalls die Ordonnanzler (Baujahr 1900 und 1916) kriegen ein wenig mehr Behandlung Smile

Ich halt mich da an die alte tibetanische Bauernregel "if it ain't broke, don't fix it" oder wie mir ein Büxer mal gesagt hat: sorg dafür daß sie net rostet (also Außenreinigung), daß der Verschluß sich wie auf Kugellagern bewegt (also schmieren aller gleitenden Teile) und um den Lauf kümmerst Dich dann, wenn sich die Trefferlage ändert.....

Diese Vorgangsweise trifft sicher NICHT auf die Hoch-Präzisionsschützen zu. Unsere Benchrester ziehen nach allen paar Schuß durch.
Aber die haben ja auch keine Arbeitsgeräte sondern Spezialkanonen auf Spezialauflagen mit SpezialGlasln (Outfit nicht unter 10K) und schießen um zehntel-Millimeter.
Und natürlich auch nicht auf die sensiblen Kaliber.
Eine .17HMR wird man pflegen müssen - wie auch die "Brenner" unter den kleinen Großkalibern,wo es dann mit deutlich > 1.000m/s V° zur Sache geht.

Aber das gängige Großserien-Zeug, wie eben .22LR, .223, .308 ist WERKZEUG und kein chirurgisches Instrument Smile)

Meine .308 hab ich im September zu einem Bewerb auf 500/600 m in Betrieb gehabt (mit insgesamt so 70 Schuß), abgewischt, in den Tresor gestellt, vorige Woche rausgeholt und ohne irgendwas zwischendurch zu putzen auf 100 m zwei 5-Schuß Serien in jeweils 20 Sekunden im Zehner versenkt.

Soviel zu Putzen und der Wirksamkeit desselben.....
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pelletcaster
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BeitragVerfasst am: So Nov 29, 2015 7:25 pm Antworten mit Zitat

Danke,
sehr interessant.

Was mich wenn schon nicht besser schlafen lässt, weil das tu ich ohnehin, aber doch ein wenig unverkrampfter an meine alte VOERE .22 lr herangehen lassen wird.
Was ich ohnehin schon zu lange vor mir herschiebe.

Aber nächste Woche gibt es eine neue Optik und dann werd ich mich mal diesem guten Stück widmen.

Herzlich - Andreas
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Verfasst am: So Nov 29, 2015 7:25 pm

Lumberjack
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 30, 2015 5:34 am Antworten mit Zitat

noch ein Wort zum "einbleien"

es stimmt schon, daß eine Waffe die mit Blei geschossen wird, eine gewisse Anzahl von Schüssen braucht, bis sich die optimale Ablagerungsschicht gebildet hat, wo sie dann über sehr lange Zeit ihre beste Präzision hat und auch hält.
Erst wenn man eine Treffpunktverlagrung feststellt (siehe mein Büxer-Zitat) ist eine entsprechende Reinigung erforderlich und danach natürlich wieder die Einlaufzeit.

Was anderes ist es, wenn man Blei schießt und dann beispielsweise eine Teil- bzw. Vollmantel Muni probieren will (Du hast ja in Deiner Signatur auch eine .357, für die das zutreffen könnte).
Dann MUSST vorher putzen, sonst sind die Ergebnisse nicht wirklich vorhersehbar Smile
Umgekehrt machts nix - heißt von Mantel auf Blei umstellen bedarf keiner besonderen Fürsorge - schaden tuts aber sicher net.

Bei der .22 ist es zu vernachläßigen, da es da praktisch eh nur Blei gibt und die HV Muni auch nur verkupfert ist - also keine Mantelgeschoße. (mir sind bis jetzt jedenfalls keine untergekommen).
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2TaktSigi
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 30, 2015 5:02 pm Antworten mit Zitat

Toll, Jack.
Mich würden Bilders von den Treffern freuen.

Gruss Sigi
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Lumberjack
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BeitragVerfasst am: Di Dez 01, 2015 2:06 pm Antworten mit Zitat

nun, das mit den Schußbildern is so a Sache, denn

was ich da hab, ist 2 Monate alt.
Die Kanone war "out of the Box", nix wirklich eingeschossen, aber trotzdem kam schon was raus auf 50 m

Die 2 Schuß "im weissen" waren zum rantasten (und zum Gewöhnen an den Abzug)
Der eine, links oben, war ein weiterer Sighter
Und die anderen sieben hab ich dann halt so reingewürgt.

Die Parameter und Voraussertzungen haben sich in diesen 2 Monaten deutlich geändert, aber für die WIRKLICHEN Ergebnisse mußt Dich - wie auch eh schon gepostet - gedulden, bis das Wetter wieder mitspielt.
Dann kann ich auch das Versprechen "5 Schuß in ein wenig mehr als Kalibergröße" einlosen.

Also, halt bis dahin die Füße ruhig Smile))
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2TaktSigi
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BeitragVerfasst am: Di Dez 01, 2015 4:00 pm Antworten mit Zitat

Ja gut.
Die CCI Standart schiessen mit meinem alten Tschechenmatch auch ganz gut, 75m nicht Loch in Loch aber schon zusammen, wir können dann ja mal einen eigenen Fred dazu aufmachen.
Hätte dann wieder einen Ansporn.

Gruss Sigi
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Verfasst am: Di Dez 01, 2015 4:00 pm

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